Archiv für November, 2009

10. November

Mein Pferd zerknabbert alle Pferdedecken

Fast jeder, der ein Pferd sein eigen nennt, kann von persönlichen Marotten und Ticks seines Vierbeiners erzählen. Sind manche Angewohnheiten, wie das Aufschlagen des Vorderhufs oder das Nicken mit dem Kopf, durchaus im natürlichen Repertoire des Pferds zu beobachten, so entwickelt sich bei den sensiblen Fluchttieren doch leicht eine Verhaltenstörung daraus, wenn sie unter Stress geraten.

Zerknabbert das Pferd zum Beispiel immer wieder seine Pferdedecke oder frisst es sie gar ganz, dann liegt natürlich der Gedanke an eine Verhaltensstörung nahe. Oft kann ein solches Verhalten aber auch ganz nahe liegende, banale Ursachen haben. Möglich ist zum Beispiel, dass die Decke dem Tier einfach unangenehm ist, eventuell sogar Juckreiz auslöst.

Dann wäre das Verhalten des Pferdes durchaus sinnvoll, denn auch ein Mensch würde kein Kleidungsstück tolerieren, das ihm unangenehm ist. Kann das Zerknabbern durch einen Deckenwechsel nicht abgestellt werden, dann muss nach anderen Ursachen gesucht werden. Möglich ist zum Beispiel Langeweile, wenn das Pferd zu lange in der Box steht. Oder sein Kaubedürfnis wird durch Fertigfutter und Pelleteinstreu nicht befriedigt. Pferde sind Dauerfresser: Auf der Weide grasen sie beständig und auch in der Box muss diesem Kaubedürfnis zumindest durch Raufutter oder eine Stroheinstreu Rechnung getragen werden. Eine Änderung der Einstellbedingungen und des Futters wäre in diesem Fall eine Lösungsmöglichkeit.

Lässt sich keine direkte Ursache finden, dann kann nur noch der Einsatz eines Sprühmittels mit unangenehmem Geschmack (manche Pferdebesitzer empfehlen auch Chilisauce) oder eines Deckenbeisserschutzes (einer Art Maulkorb für das Pferd) die Decke vor dem vorzeitigen Aus retten. Beide Artikel kann man problemlos im Fachhandel beziehen.

6. November

Satteldecken – Materialien und Funktion dieses wichtigen Pferdezubehörs

Bevor man ein Pferd sattelt, sollte man eine Satteldecke unter den eigentlichen Sattel legen. Satteldecken haben die Aufgabe vor allem den Rücken des Pferdes zu schützen, damit sich keine Druckstellen bilden sollen. Um dies alles zu gewährleisten, sind einige Anforderungen an die Satteldecke gestellt. Zum einen darf sie nicht zu dick sein, um die Passform des Sattels, der richtig fest auf dem Rücken des Pferdes sitzen sollten, nicht zu verändern. Des weiteren sollte man sie gut waschen können, denn gerade im Sommer bilden sich viele Krusten, die durch Salz und Schmutz verursacht werden. Eine Satteldecke hat klassischer Weise die Form des Sattels, den man auflegt. Es gibt aber auch andere Formen, die sich nach den einzelnen Sattelarten richten.

Man unterscheidet SS Satteldecken und Vielseitigkeitssattel für Springreiter, für Dressur VSD Satteldecken oder aber auch DS Satteldecken.

Als Alternative zu allen gelten die Schabracken, welches eine sehr elegante Form der Sattelunterlage vereint. Es gibt sie in den selben Größen wie eine Satteldecke und wird auch genauso befestigt.
Westernsättel unterlegt man mit Pads.

Die Satteldecken gibt es in unterschiedlichen Materialien.

Baumwollsatteldecken eignen sich vor allem für die tägliche Arbeit. Baumwolle nimmt den Schweiß sehr gut auf und lässt sich leicht und problemlos waschen. Nachteilig bei diesen Decken ist, dass sich die Farben schnell verwaschen und das Material nach geraumer Zeit rau wird.

Dies kann zum Scheuern führen. Wolle wird heute kaum noch genommen, weil man erkannt hat, dass die Pferde darunter meist sehr stark schwitzen. Auch die schlechte Reinigung ist von Nachteil. Bei Schabracken wird am liebsten Samt verwendet. Das Material ist sehr empfindlich und nach einigen Waschgängen gehen sie nicht nur ein sondern sehen nicht mehr so edel aus.

An der Unterseite der Decken wird meist Lamm-Fell verwendet. Die Applikationen werden meist mit Moosgummi hergestellt. Sie sollen das Rutschen der Decke verhindern. Das Material wird gerne genommen, da man es gut reinigen und es auch in die Waschmaschine packen kann. Leder hingegen kommt nur ganz selten zum Einsatz bei Satteldecken. Auch hier ist die Schweißbildung des Pferdes der ausschlaggebende Punkt. Kunststoff ist ein sehr festes Material, lässt sich jedoch gut abwaschen. Leider schwitzen auch hier die Pferde sehr stark.